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Patientin bespricht Medikamente im Videochat mit einer Ärztin

Selbsthilfeorgani­­sationen & Krebs: 
Wer kann helfen?

Eine Krebserkrankung belastet oft in mehrfacher Hinsicht: Körper, Geist und Geldbeutel. Nicht selten fühlen sich Betroffene sozial isoliert. Auch wenn Angehörige und Freunde sich die allergrößte Mühe geben, können nur die wenigsten eine Krebserkrankung wirklich nachvollziehen

Der Austausch mit Gleichgesinnten und geschultem Fachpersonal kann eine wertvolle Stütze sein. Und Halt geben. Selbsthilfeorganisationen für Krebs gibt es viele und das Angebot ist oft unübersichtlich. Wir haben drei seriöse Anlaufstellen herausgesucht: yeswecan!cer, die Frauenselbsthilfe Krebs und das BRCA-Netzwerk.

Auf einen Blick: Wobei können mich Krebs-Selbsthilfeorganisationen unterstützen?
Mehr Unterstützung: Wie gehe ich mit meiner Krebserkrankung um?
Mehr Informationen: Wo finde ich Hilfsangebote für meine Krebserkrankung?
Mehr Gleichgesinnte: Wo finde ich Betroffene, die mich & meine Krebserkrankung verstehen?
Mehr Rechte: Wer kann mir dabei helfen, meine Belange durchzusetzen?
Mehr Support: Wie lernen Freunde und Verwandte, damit umzugehen?

Selbsthilfeorganisation mit digitalem Fokus: yeswecan!cer

Was ist die Selbsthilfeorganisation yeswecan!cer – in einem Satz?
yeswecan!cer vernetzt von Krebs betroffene Menschen vor allem mithilfe von digitalen Ansätzen.

Wie ist die Selbsthilfeorganisation yeswecan!cer aufgebaut?
Die yeswecan!cer gGmbH ist eine Non-Profit-Organisation (NGO) und ist daher eine gemeinnützige Selbsthilfeorganisation. Hinter der Organisation stecken namhafte Ärzte und kompetente Medienspezialisten. Mithilfe geeigneter Formate sollen Betroffene dort erreicht werden, wo Sie sich aufhalten: im digitalen Raum.

Was ist das Besondere an der Selbsthilfeorganisation yeswecan!cer?
Die Website. Der Dreh- und Angelpunkt der digitalen Kommunikation ist die Website der Selbsthilfeorganisation yeswecan!cer. Dort finden sich allerlei Informationen rund um Krebs und die Arbeit der Organisation.

 

Die YES!App. Die Handy- bzw. Tabletanwendung dient als digitale Plattform, um Gleichgesinnte zu treffen und sich auszutauschen. Als digitale Selbsthilfegruppe fördert die YES!App die Transparenz und erleichtert das Netzwerken unter Krebs-Betroffenen. Innerhalb der sicheren App können Erfahrungsberichte ausgetauscht und Experten vermittelt werden.

Die Social-Media-Kanäle. In kanalgerechter Art und Weise informiert die Krebs-Selbsthilfeorganisation yeswecan!cer auf ihren Social-Media-Kanälen wie Facebook, YouTube und Instagram über Krebs, Krebssymptome & Co.

Hilfe durch smartes Format: „Mutmacher:innen“

Im Format „Mutmacher:innen“ erzählen Betroffene von ihren alltäglichen Herausforderungen im Zusammenhang mit der Krebserkrankung. Im interaktiven Format auf Facebook, YouTube & Co sprechen Krebspatienten mit Fachleuten über Sorgen, Ängste und Herausforderungen. Das offene Format ermöglicht sogenannte Call-Ins, also das Einklinken normaler User in die Liveübertragung. Dadurch kann die gesamte Community zu Wort kommen, interagieren und sich austauschen. Auch Angehörige können zu Wort kommen und sich wertvolle Tipps zum Umgang mit Krebs erfragen.

Hilfe durch Gleichgesinnte: digitale Selbsthilfegruppe

Die Vernetzung Betroffener ist ein großer Bestandteil der Arbeit von yeswecan!cer. In der YES!App wird es Betroffenen unkompliziert ermöglicht, sich mithilfe sicherer Chats über Krebs und Krebstherapie zum Beispiel zu unterhalten. Erfahrungen austauschen, Experten treffen und Informationen teilen: die digitale Selbsthilfegruppe in der YES!App ist ein großer Vorteil dieser Krebs-Selbsthilfeorganisation.

Selbsthilfeorganisation für Frauen: Frauenselbsthilfe Krebs e.V.

Was ist die Frauenselbsthilfe Krebs – in einem Satz?
Der Schwerpunkt der Frauenselbsthilfe Krebs ist, an Krebs Erkrankte zu vernetzen und vor allem im Bereich Brustkrebs und gynäkologischer Krebserkrankungen Hilfe zu geben.

Wie ist die Frauenselbsthilfe Krebs aufgebaut?
Die Frauenselbsthilfe Krebs steht unter der Schirmherrschaft der Deutschen Krebshilfe und ist eines von aktuell 10 Mitgliederverbänden, die allesamt von der Deutschen Krebshilfe finanziert werden. Weitere Beispiele sind das Haus der Krebs-Selbsthilfe oder die deutsche Leukämie-Hilfe.

Was ist das Besondere an der Frauenselbsthilfe Krebs?
Auffangen. Krebs kann entwurzeln und isolieren. Der Austausch mit Betroffenen ist ein wichtiger Baustein, um wieder ins Leben zu finden. In der Frauenselbsthilfe Krebs gilt der Leitsatz: von Betroffenen, für Betroffene. Die Ansprechpartner sind versiert im Umgang mit dem Thema Krebs oder haben selbst Erfahrungen damit machen müssen.

 

Informieren. Krebs stellt Betroffene vor viele Fragen, die Frauenselbsthilfe Krebs möchte Antworten liefern. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt bei dieser Selbsthilfeorganisation im Bereich Brustkrebs und gynäkologischer Krebserkrankungen. Erklärte Ziele sind Krebsaufklärung, Krebsvorsorge und Krebsfrüherkennung. Mit gezielten Informationen soll dem Thema auch politisch mehr Beachtung finden, um beispielsweise das Wissen über Krebssymptome und Risikofaktoren von Krebs zu steigern. Dank Expertenwissen und klarem, inhaltlichem Profil kann die Frauenselbsthilfe Krebs gezielt unterstützen.

Begleiten. Krebs ist keine Krankheit, die man schnell hinter sich lässt – eine Krebserkrankungen begleitet Betroffene in der Regel eine lange Zeit. Aus diesem Grund bietet die Frauenselbsthilfe Krebs spezielle Programme zur Begleitung an. Mithilfe geschulter Mitarbeiter und erprobter Inhalte soll es den Betroffenen erleichtert werden, mit der Krebserkrankung besser umzugehen.

Selbsthilfeorganisation für erblich Vorbelastete: BRCA-Netzwerk e.V

Was ist das BRCA-Netzwerk – in einem Satz?
Als Selbsthilfeorganisation für Krebsbetroffene liegt der Fokus des BRCA-Netzwerks auf familiären, also erblichen, Vorbelastungen durch Krebs.

Wie ist das BRCA-Netzwerk aufgebaut?
Mitglied im Haus der Krebs-Selbsthilfe und gefördert durch die Deutsche Krebshilfe: Das BRCA-Netzwerk ist festverwurzelt im Deutschen Krebs-Selbsthilfe-Netzwerk. Die Selbsthilfeorganisation greift hierbei auf erfahrene Unterstützer zurück und leistet somit einen wertvollen Beitrag zur Selbsthilfe-Landschaft in Deutschland.

Was ist das Besondere am BRCA-Netzwerk?
Familiärer Brustkrebs. Als genetisches Risiko für eine Krebserkrankung ist familiärer Brustkrebs eines der drei Fokusthemen des BRCA-Netzwerks. Mit dem klaren Ziel, den Dialog darüber zu enttabuisieren und Betroffenen eine Stimme zu geben, engagiert sich diese Selbsthilfeorganisation für die Belange Angehöriger und Vorbelasteter gleichermaßen.

Familiärer Eierstockkrebs. Das zweite Fokusthema des BRCA-Netzwerks ist der familiäre Eierstockkrebs. Geschulte Experten und professionelles Infomaterial sorgen dafür, dass Betroffene Hilfe bekommen. Durch Aufklärung und Beratung wird die Angst genommen – und ein guter Umgang mit genetischer Vorbelastung ermöglicht.

Familiärer Darmkrebs. Wie geht man damit um, dass man eine familiäre Vorbelastung für Darmkrebs hat? Das dritte Fokusthema des BRCA-Netzwerks beschäftigt sich genau damit. Durch Gespräche mit Betroffenen und Experten finden Angehörige dank dieser Selbsthilfeorganisationen einen Ort, um sich auszutauschen und Erfahrungsberichte zu teilen.

Hilfe zur Selbsthilfe: mit Krebsversicherung vorsorgen

Um im Ernstfall auch die nötige Ruhe zu haben, nach der geeigneten Selbsthilfeorganisation und Gleichgesinnten zu suchen, braucht es ein finanzielles Polster. Was viele nämlich nicht wissen: Krebs kostet. Ausgelöst durch Verdienstausfall und Einkommenseinbrüchen kommt zur Krebsdiagnose oft noch ein handfester, finanzieller Engpass hinzu.

Abhilfe schafft eine Krebsversicherung: In der Regel zahlt eine solche praktische Versicherung bereits bei Diagnose unkompliziert bis zu 100.000 EUR. Das hilft, um gerade zu Beginn die richtigen Entscheidungen zu treffen – und nicht nur die, die der Geldbeutel erlaubt. Besonders alternative Krebstherapien können eine echte Hilfe bei Krebs sein, müssen aber meist selbst bezahlt werden.

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